Alle Wesen lieben die Wärme des Glücks,

wie Sonnenstrahlen auf einem Feld von Sonnenblumen,

denn in dieser Tiefe ist Frieden zu finden, 

in der Meditation einer köstlichen Stunde.  (Christopher Titmuss)



Ruhemeditation - Samatha

Die Ruhemeditation führt uns über die Einsgerichtetheit des Geistes in die innere Sammlung.

 

Damit der Geist zur Ruhe kommen, still werden kann, engen wir den Fokus der Aufmerksamkeit immer mehr ein und richten sie auf einen einzigen "Punkt" als unser Meditationsobjekt. Dafür bietet sich der Atem an. Weitere Meditationsobjekte können eine Körperempfindung, ein Mantra, eine Visualisierung o.ä. sein, worauf wir die Achtsamkeit ausrichten.

 

Wenn wir den Atem als Meditationsobjekt wählen, nehmen wir ihn am besten an der Nase wahr. Die einzige Aufgabe ist es dann, den Atmen ihn in seinem natürlichen Rhythmus fließen zu lassen und uns der Empfindung des Atems an den Nasenlöchern hinzugeben. Im Zusammenhang mit Samatha-/Ruhemeditation ist oft von Konzentration die Rede. Konzentration ist anfangs durchaus hilfreich, um überhaupt bei einem Meditationsobjekt bleiben zu können. Der entscheidende Schritt ist jedoch, das Tun (sich willentlich zu konzentrieren) in ein Nicht-Tun übergehen zu lassen. Der Geist verweilt dann extrem fokussiert, gleichzeitig wach und entspannt bei einer Wahrnehmung oder Empfindung. So kann er in sich selbst zur Ruhe kommen und die Tiefen der Meditation erleben. In diesen Tiefen, die nicht auf geistige Einsicht ausgerichtet sind, erfahren wir stilles Glück, Freude, Leichtigkeit und Frieden. Diese Erfahrungen unterstützen und festigen den Geist. 

 

Wenn wir diese Meditation längere Zeit üben, fällt es uns auch abseits des Meditationsplatzes immer leichter in Kontakt mit dieser inneren Ruhe und Sammlung zu sein. Wir erkennen und erleben diesen unaufgeregte, gestillten, friedvollen, süßen Zustand von Herz und Geist als etwas, das immer da ist, das wir immer in uns tragen. Wir werden gelassener, friedlicher, sanfter.


Der Weg zum äußeren Frieden geht über den inneren Frieden.

(Christopher Titmuss)