Fortbildungen


Metta - Das Herz der Achtsamkeit


Zielgruppe: Achtsamkeitslehrende (auch in Ausbildung), die die Praxis der Liebevollen Güte vertiefen möchten.

Termine: 6 x dienstags 21.7 bis 25.8 von 19:30 Uhr bis 21 Uhr

Ort: Online über Zoom

Kosten: 315 Euro

Leitung: Stefanie Sigl, autorisiert in Vipassana Meditation und als Dharmalehrerin, MBSR-Lehrerin


Eine grundlegend freundliche, warme, unterstützende Selbstbeziehung - Liebevolle Güte, Wohlwollen, Metta - ist tragendes Element der Achtsamkeitspraxis. Wo Härte oder Selbstkritik herrscht, bleibt Achtsamkeit an der Oberfläche und mehr Technik und Mittel zum Zweck, als innere Haltung.

Vielen Teilnehmenden von achtsamkeitsbasierten Kursen ist diese Freundlichkeit mit sich selbst fremd. Da ist es umso essentieller, dass wir Lehrenden Liebevolle Güte verkörpern.


Die 6 Abende sind die Einladung, Liebevolle Güte als eigenständige Kraft und Heilmittel zu stärken - in uns selbst und in unserer Arbeit mit anderen.

Wir gehen die traditionellen Schritte der Metta-Praxis:

✔︎  Liebende Güte für dich selbst (Liebevolle Selbstbeziehung. Sie begleitet uns durch alle weiteren Schritte. Nur aus der Fülle kann die Schale der Liebe überfließen.)

✔︎  Liebende Güte für eine/n Wohltäter/in (Dankbarkeit)

✔︎  Liebende Güte für eine/n gute/n Freund/in (Vertrauen)

✔︎  Liebende Güte für eine neutrale Person (Großzügigkeit)

✔︎  Liebende Güte für eine Person, mit der du Schwierigkeiten hast (Verständnis, Vergebung)

✔︎  Liebende Güte für alle fühlenden Wesen (Grenzenlose Güte)

Darüber hinaus wollen wir den besonderen Stellenwert von Metta innerhalb der vier Brahmaviharas erforschen. Dass Metta an erster Stelle steht, ist kein Zufall. Sie ist nicht eine von vier Herzensqualitäten, sondern Wurzel und Mutter der anderen drei: Karuna (Mitgefühl), Mudita (Mitfreude) und Upekkha (Gleichmut). Ohne Metta bricht die Struktur zusammen. Karuna ohne Metta wird zum Mitleiden. Mudita ohne Metta ist oberflächliche Begeisterung. Upekkha ohne Metta wird gleichgültig.


Metta als eigenständige Praxis rückt in der Fokus der Wissenschaft.

Vor 2.600 Jahren gab der Buddha das Metta-Sutta an Mönche, die im Wald meditierten und unter verstörenden, beängstigenden Geisteszuständen litten.

Und so wundert es nicht, dass aktuelle Forschungen Hinweise darauf geben, dass Metta gerade bei Angstzuständen, Grübeln, Kreisen um sich selbst, Selbstkritik, Schuld / Scham, Depressionen, Trauma, PTBS hilfreich sein kann. Metta basiert auf dem aktiven Ausrichten auf Wohlwollen als eigenständige Kraft und aktiviert Hirnregionen, die mit Fürsorge, Schmerzstillung und positiven Gefühlen in Zusammenhang gebracht werden.


Jede Fortbildungseinheit beinhaltet:

Angeleitete Meditationen, Reflexionen, Impulse für deinen Alltag und deine Lehrtätigkeit, (Dharma) Vorträge (u.a. Ursprung der Metta-Praxis. Citta - das Herz als fühlender, wahrnehmender Teil des Geistes. Die vier Brahmaviharas. Was sagt die moderne Wissenschaft?), sowie Raum für Stille, Nachspüren und Austausch.


Interesse?

Dann freue ich mich auf deine Anmeldung.