Buddha, Meditation

 

 

Meditation ist keine Technik,

sondern eine Neu-Orientierung des Herzens. (Nicole Stern)



Meditation

ist heute in aller Munde. Doch was bedeutet meditieren? 

 

Mit (halb)geschlossenen Augen still da zu sitzen und nach innen zu lauschen, ist keine Flucht vor der Realität des Lebens. Im Gegenteil. Meditation ist wie ein Trainingslager, in dem wir - frei von gewohntem Denken und ohne Ablenkung - für den Alltag üben können, einen Schritt vom eigenen Erleben zurück zu treten und Gedanken und Gefühle aus einer wohlwollenden, beobachtenden Distanz heraus zu betrachten - uns weniger von ihnen vereinnahmen zu lassen. Sie als Ereignisse, die wie der Atem und Geräusche kommen und gehen, wahrzunehmen.

 

Wenn wir innehalten, den Blick nach innen richten und uns für alle Wahrnehmungen und Empfindungen von Körper, Herz und Geist öffnen, unabhängig davon, ob sie angenehm, unangenehm oder neutral sind, können wir tiefe Einsicht gewinnen, wie wir uns selbst und die Welt sehen.

 

Eine regelmäßige Meditationspraxis lockert unsere gewohnten Muster und Konditionierungen. Wir erfahren immer klarer die reine Qualität des nicht denkenden, nicht bewertenden, nicht reagierenden Gewahrseins. Wir werden weniger reaktiv und bedürftig, wir werden bewusster.


Im Zuge des Achtsamkeitsbooms wird Meditation heutzutage - nicht ausschließlich, aber doch überwiegend - unter gesundheitlichen Aspekten und zur Stressbewältigung geübt. Der unmittelbare praktische, persönliche Nutzen steht im Vordergrund. Wir wollen uns besser fühlen, entspannter sein, mit Druck und Belastungen besser umgehen können, unsere kleineren und größeren Neurosen loswerden.

 

Im traditionellen Kontext sind seit Jahrtausenden - nicht nur im Buddhismus - die Erforschung der menschlichen Existenz, Bewusstheit, Freiheit des Geistes, Kontemplation, Erfahrungen jenseits des Alltagsbewusstseins, "Erleuchtung", "Erwachen" die Kernaspekte der meditativen Herz-/Geistesschulung. Meditation ist in allen Kulturen und Religionen - und es gibt wohl keine, in der nicht meditiert wurde/wird - spirituell und auf Transzendenz  ausgerichtet. 

 

Meine spirituelle Heimat findet sich in den ursprünglichen Lehren Buddhas (Theravada) und so praktiziere ich überwiegend Samatha (ruhiges Verweilen), Vipassana (Einsichtsmeditation) und Metta (liebende Güte). Vor allem die Samathameditation liegt mir am Herzen.